Amerika Teil 2

Eigentlich müsste ich ja mit dem Strom mitschwimmen und einen Jahresrückblick/Vorrausblick schreiben, ich will aber lieber einen zweiten Bericht über meinen Amerikabesuch schreiben.
Letztes Jahr 😛 zu Silvester waren wir in einer amerikanischen Kirche und haben Gottesdienst gefeiert, den ersten meiner zwei hier. Der war in Brooklyn und fing gegen 19:00 Uhr an. Hätte man das Licht ausgemacht, hätten wir geleuchtet neben so vielen Farbigen 😉 , Scherz beiseite. Den Gottesdienst empfand ich als sehr emotional angelegt, angefangen mit langgezogenen einfachen Liedern. Dann kam eine erste kleine Prdigt, dass man doch mehr Zeit mit Gott verbringen solle, und anstatt mal Sms zu schreiben mit Gott reden sollte. Dafür gab es auch gelegenheit in der ersten Woche des neuen Jahres jeden Abend gemeinsam zu beten.
Danach wurde wieder gesungen es es kam die richtige Predigt, beide von einem Weißen, nur nebenbei, in der es um das Wesen Gottes ging. Der Prediger könne zwar nicht sagen, was Gott alles kann, auch weiterhin im neuen Jahr, aber er konnte uns drei Sachen sagen, die Gott nicht kann, und das in einer längeren Predigt 🙂 . Gott kann nämlich nicht Lügen, klar für mich, er kann uns nicht abweisen, auch noch ok, aber er kann uns nicht enttäuschen, fand ich jetzt theologisch fragwürdig. Die Enttäuschung hängt immerhin nicht von Gott ab, sondern von dem Bild, das man von ihm hat. Na ok war trotzdem ein nettwer Gottesdienst, und nebenbei auch mein erster in einer „Megachurch“, waren schon so gefühlte 1000 Menschen da.
Am Samstag bin ich dann, wie gesagt, bei meiner Zwischen-Gastfamilie angekommen. Die Frau ist Pastorin der Mann studiert, soweit ich das verstanden habe, irgendwas mit Wasser, ist kurz vor seinem Abschluss, und wird dann als eine Art Umweltingeniuer arbeiten. Dann ist da noch ihre 14 Monate alte Tochter und die Großeltern, welche am Dienstag, glaub ich, wieder nach Hause geflogen sind. Auf jeden Fall war die Familie sehr, sehr nett. Ich durfte alles essen 🙂 , hab sogar einen Hausschlüssel (!) bekommen, so dass ich auch nachts kommen kann und überhaupt sehr nett. So hab ich auch neue Sachen kennen gelernt, wie Dr PepperWiki, schmeckt intressant 🙂 .
Sonntag war dann mein zweiter Gottesdienst, in einer „deutscheren“ Kirche, wo meine Gastmutter assistierende Pastorin ist. War auch nicht schlecht, nur ein bisschen wenig gesungen für meinen Geschmack, aber ok 🙂 . Das Programm des Gottesdienstes ist jeden Sonntag auf einem Paper aufgeführt, was man am Eingang erhällt, so dass man immer weiß was passiert. Der Gottesdienst hatte dann eine normale Einleitung mit Ansagen und sowas halt. Dann gabs singen und ne Predigt für die Kinder, bevor diese dann in den Kindergottesdienst (Sonntagsschule hier genannt) gehen. Dann gabs ne super Predigt. Es ging um die selten gehörte Geschichte von den Kindermorden des Herodes aus Angst vor Jesus als neuen König, und um die Gastfreundschaft der Ägypter für die junge, ausländische Familie. Somit hab ich mich dann ein wenig wie Jesus gefühlt 😉 .
Dann wurden noch Gebetsanliegen gesammelt, wo ich dachte, dass halb Amerika Krebs hat, für die am Ende die Pastorin ein Gebet für alle Anliegen gesprochen hat.
Ansonsten schlaf ich jetzt (auch mit einem weinenden Auge) bei der Gastfamilie meiner „Begleitung“ 🙂 , welche allerdings nicht ganz so nett ist, so soll ich z.B. für mein Essen auch etwas beim Einkaufen beitragen. Aber naja kann man nichts machen.
Hauptsache: God won’t make us sad, but he’ll make us glad 😉 (Zitat aus dem ersten Godi)
Achja mein erster Gastvater studiert ja was mit Wasser, also was wissenschaftliches, so haben wir uns dann einen Abend über das studieren unterhalten, so sind die wissenschaftler, egal welche Sprache Sie sprechen, die wissenschaft führt sie zusammen 😛 , so haben wir erst über Mathematik geredet, dass das was wir in der Schule , die erst im Studium lernen und wir auch so viel mehr im Studium lernen, was jetzt nicht hochmütig sein soll, haben wir einfach festgestellt.
Danach haben wir übers studieren allgemein geredet, und haben da festgestellt, dass wir ganz unterschiedliche Systeme haben. So sind unsere Studiengebühren nicht so hoch, wir haben 2 gleich lange Semester, während die 2 Semester mit 4 Monaten haben und dann können die noch einen Sommerkurs besuchen. Die müssen sich Bücher anschaffen, ist Pflicht, was das ganze nochmal teurer macht. Und während (zumindest ich) in Deutschland am Ende des Semesters eine Klausur pro Fach schreibe, so schreiben die 4 Klausuren im Semester pro Fach, wobei das kein Nachteil sein muss oder überhaupt ist.
Ok glaube das wars vom zweiten Teil meiner Reise
Fortsetzung folgt… (vielleicht 🙂 )
P.s. wir haben ausgerechnet, dass der Spritpreis hier 3 mal günstiger ist als in Deutschland (aber wen überraschts)

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