Eine kleine Buchkritik

Ich hab das Buch „Gott – Eine kleine Geschichte des Größten“ von Manfred Lütz nun schon fast durch und muss langsam meine Zusage einlösen was darüber zu schreiben 😉 . Gar nicht so einfach für mich wieder über so ein Inhaltliches Thema zu schreiben. Da muss man immer so viel denken und jeden Denkfaden nachgehen und ihn dann doch abschneiden, weil er zu weit geht, und bei dem ganzen nachgehen den roten Faden nicht verlieren…
Naja trotzdem will ich mal so meine Meinung über das Buch festhalten, auch wenn sie nur ausgefranst ist.
Also den Anfang des Buches hab ich nicht wirklich verstanden, da hat er über Gottes(nicht-)beweise geschreiben, aus beiden Perspektiven versteht sich. Ganz nachvollziehen konnte ich sie nicht immer, kann auch daran liegen, dass es immer schon spät war und ich mich auch nicht ganz konzentriert hab. Verwirrend fand ich auch, dass er, wie ich finde, die Satzzeichen beliebig gesetzt hat und meines Erachtens der rote Faden gefhelt hat, dann ist er gesprungen von inhaltlicher Gliederung zur Chronischen und wieder zurück. Störend fand ich auch die Zitate aus Romanen von Schiller und Goethe, aber das ist, denk ich, ansichtssache.
Irgendwann kam dann das Thema Wissenschaft und Gott, ab da wurds dann endlich intressanter und für mich auch verständlicher.
Wobei mir der Inhalt doch etwas zu einfach rüberkommt: Nach dem neuen Physikalischen Wissen ist alles zu einer gewissen wahrscheinlichkeit möglich, wie z.B. die Himmerlfahrt Jesu, Gallileos streit mit der Kirche war rein persönlich und die Behauptung Stephen Hawkings, Papst Johannes Paul II. hätte bei einer Audienz bestätigt, dass die Urknall Theorie mit dem christlichen Schöpfungsglauben nicht übereinstimmt, ist einfach nicht wahr, denn eine solche Ansprache hat es nicht gegeben.
Vorallem der erste Punkt lässt mich grübeln: Klar ist es kühn zu behaupten alle Gesetze zu kennen, aber weil die Elektronen nur mit einer gewissen wahrscheinlichkeit an einem bestimmten Ort anzutreffen sind ist doch nicht plötzlich alles wahrscheinlich oder?
Dann gehts rüber in die Philosophie und die Moral. Ist ja auch so eine Sache für sich. Wobei Kants „Faktum der praktischen Vernunft“ mit der Aussage, für die geistige Überzeugung, dass jeder Mensch weiß dass er gut sein soll, auch wenn er es nicht ist, gibt es keine Begründung, ist ja auch nicht mehr so ganz richtig.
Nebenbei les ich grade in Bus und Bahn „Denken Sie Selbst – Sonst tun es andere für Sie“ von Vince Ebert und da wird die Moral als ein Ergebnis der Evolution betrachtet. So geben irgendwelche Fledermäuse ihren Geschwächten Gefährten etwas von der Beute ab, aber nur solchen die es auch andersherum tun.
Wobei ich glaube, dass es verschiedene Moralen gibt, eben die biologische, aber auch noch die Vernünftige, wie Kant auch sagt, dem Kind Essen geben, während man ihm die Augen zu hält, so dass es gar keine Chanze hat sich zu revanchieren (Ähnlich wie in „Sieben Leben“ fällt mir grade ein, wo Will Smith sein Haus verschenkt mit der Anweisung, dass sie nicht über ihn nachforschen sollen).
Das ist halt so die Sache mit den Gottesbeweisen.
Natürlich geht das Buch aber noch weiter, bzw. handelt nicht nur von Beweisen. Oben stehendes ist halt nur eine Meinung, oder wie ich letztens in der Physikvorlesung festgestellt habe, dass Bloggen nur eine Ableitung des Denkens nach der Zeit ist, bzw. Denken das unbestimmte integral des Bloggens wo eine Konstante hinzukommt 😉 . Naja es ging um bisschen was anderes, hat aber wie oben gesagt nichts mit dem Thema zu tun, sondern ist nur ein rausstechender Faden. Bei intresse kann man ja nachfragen 🙂 .
Zurück zum Buch: Wie auf dem Buchrücken steht („… aus der Frage nach Gott [wird] ein itellektuelles Vergnügen, das augeklärte Skeptiker wie erwartungsfrohe Gläubige gleichermaßen bereichert und klüger macht.“) kann es einen auch schöne Perspektiven zeigen, wie z.B. die Evolution nicht als Argument der Atheisten dient, sondern Gott als weiterhin Schöpfen zeigt, der nicht einmal alles Erschaffen hat und sich dann zurückziehen kann, sondern der immer weiter eingreift.
Als Fazit kann ich sagen, dass der Anfang für mich schwergängig war, aber durch durchalten, hat sich das Buch doch als lohnenswert herausgestellt.
(Eine kleine, große Buchkritik…)

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