Die Kranken und der Arzt

Warum suchen die Kranken denn nicht den Arzt auf, nachdem er zu ihnen gekommen ist und sie eine erfolgreiche erste Behandlung hatten?

Manchmal passiert es, das sich auf „Events“ unserer Gemeinde mal ein ehemaliger Froki verirrt. Die Veranstaltung ist gut find ich aber mehr auch irgendwie nicht. Jetzt ist es aber so, dass Gott sich auch dorthin verirrt hat und manche Menschen berührt, Menschen die „krank“ sind, „fleischlich“ leben. Versteht mich jetzt nicht falsch, ich halte mich nicht für etwas besseres und ich würde mich sehr über eine begegnung Gottes freuen, da würde sich einiges ändern. Nun ja aber grade sind die anderen dran. Es wird geweint, sich ausgesprochen, die Seele gewaschen. Und nachher ist wieder alles beim alten. So weit ich mit bekomme wird nicht nach Gott gesucht, keine Beziehung geknüpft, keine Sehnsucht nach mehr empfunden. Kenn ich das Phänomen als einziger, seh ich das falsch, hab ich da einen Denkfehler? Wie kann man einer Berührung vom Vater wieder den normalen Alltag leben ohne jegliche Veränderung?

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7 Responses to Die Kranken und der Arzt

  1. Hi Mannsven

    Jetzt erkläre mir doch mal „krank“ und „fleischlich leben“ und warum du dich nicht als Betroffener ansiehst? Da würd ich auch wissen wollen wie du mich einschätzt! Um ehrlich zu sein bin ich ein wenig angepisst wegen dieses Satzes.
    Ebenso würd mich interessieren was du dir alles von der Begegnung versprichst. Wenn ich das nämlich richtig verstehe sagst du in der ersten Texthälfte dass du so gerne eine solche hättest und verurteilst in der zweiten Hälfte Mensch die darauf nicht so reagieren wie du es dir vorstellst.
    Mit anderen Worten du hast keine Ahnung wo von du redest.
    Denkst du wirklich du würdest das von den Betroffenen mitkriegen wenn da „Sehnsucht nach mehr“ wäre?
    Und was bitte schön soll heißen „nicht nach Gott gesucht“? Also ersteinmal gibt es sich sicherlich Gründe warum sich ehem. Frokis zu uns „verirren“. Was denkst du denn warum die kommen?
    Alle Frokis, ob sie kommen oder nicht, wissen was sie bei uns finden und was nicht. Die Reaktionen sind bloß anders und ich kann es dabei niemandem verübeln wenn er nicht kommt.
    Was denkst du denn was sollte sich im Alltag ändern?
    Oh Mann ich muss sagen du regst mich echt auf. Du hast keinen Schimmer wo von du da schreibst.

    Ich schreib später nochmal was wenn ich mich abreagiert habe.

  2. MentalRover sagt:

    Heyho, hatte gerade mal so einige Probleme den Artikel verstandesmäßig zu erfassen. Worum es da so geht. Der Kommentar hat mich erst recht verwirrt. Scheint einiges zwischen den Zeilen verborgen zu sein, was Beyond-the-Blog debattiert wurde?

    Ok, ich geh mal auf das ein, was ich zu verstehen meine.
    Den „Event“-Effekt, den du beschreibst, hatten wir damals als „Freizeit“-Effekt bezeichnet: Du bist auf einer christlichen Freizeit, fährst total auf Atmospähre, Gemeinschaft, Gottesbegegnung usw. ab, und sobald du nach Hause kommst, schlägt der Alltag wieder zu.

    Der Alltag lässt das Erlebnis verblassen. Er steht in so krassem Gegensatz, dass einem völlig die Idee fehlt, wie man das Erlebnis da hinein transportieren soll. Der Alltag ist wie eine Woge, die einen einfach mitschwemmt. Auf dem Event war man automatisch Teil der allgemeinen Strömung, im Alltag muss man plötzlich dagegen anschwimmen. Einen krasseren Gegensatz gibt’s doch wohl kaum.
    Daneben leben wir heute in vielen verschiedenen sozialen Kontexten gleichzeitig: Die Freizeitgruppe besteht aus anderen Leuten als die Schulkameraden sind andere Leute als die Hauskreisteilnehmer sind nicht dieselben, die ich im Sportverein treffe (Eine Rose ist keine Tulpe ist keine Narzisse…).

    Und wir Gemeinden sind mit daran Schuld: Focussieren wir doch unsere Arbeit immer auf die Organisation und Gestaltung von „Events“. Christliche Freizeit, Evangelisationswoche, vierteljährlicher Jugendgottesdienst usw.

    Der Aufbau von Kontinuität wird dabei vernachlässigt. Für die Veranstaltung sucht man nach „Seelsorgern“, die für den Moment zur Verfügung stehen. 15 Minuten lang ansprechbar sind. Seelsorge als kontiniuerliches Angebot wurde im Jugendsektor nie wirklich vermittelt, selbst wenn es versteckt tatsächlich existiert. Auch ausserhalb des Jugendsektors muss man nach seelsorgerischer Hilfestellung explizit suchen. Das ständige Angebot ist nicht präsent. Hilfe zur gegenseitigen Selbsthilfe wird nicht wirklich vermittelt.
    Und so sind auf Veranstaltungen nur die „dran“, deren emotionale Krise zufällig zeitlich mit dem Event-Angebot zusammenfällt.

    (Und mit „Seelsorge“ meine ich jetzt nicht nur Krisenbewältigung sondern allgemein Beschäftigung mit konkreten Lebens- und Glaubensfragen des Einzelnen im Gegensatz zum Gruppen-Lehrgespräch).

    Wie kann man das ändern?

    Zu deinem letzten Satz: Das Phänomen ist übrigens zutiefst biblisch und kennzeichnet ein Grundproblem Gottes mit seinen Menschen. Denke mal an die Heilung der zehn Aussätzigen. Nur einer kam zurück, um Jesus zu danken.

  3. MentalRover sagt:

    Nochmal, diesmal @MindRevolution:

    „Denkst du wirklich du würdest das von den Betroffenen mitkriegen wenn da „Sehnsucht nach mehr“ wäre?

    Was denkst du denn was sollte sich im Alltag ändern?“

    Was mich verwirrt ist, dass du genaus diese kritischen Anfragen von Sven vor Kurzem noch selbst gestellt hast. Die Frage nach der „Sehnsucht“ bei deinen Jugendlichen, und das du eine sichtbare Auswirkung auf den Alltag vermisst.

    Oder verstehe ich da was falsch?

  4. Ok. Zum einen muss ich sagen, dass ich meinen Kommentar nicht mit einem ganz kühlen Kopf geschrieben habe. Kann mir auch gut vorstellen, dass ich wenn ich noch weiter drüber nachdenke auch Aussagen wieder zurückziehe.
    Der Unterschied zwischen mir und MannSven ist, dass ich über die Rede die kommen und er über die, die so gut wie nie kommen.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass einer von uns mitbekommt was in denen vorgeht, die nur in Außnahme Fällen kommen ist einfach extrem gering, weil wir nun mal nicht die ersten sind mit denen Betroffene darüber reden.
    Die die zu uns kommen und nicht mehr im Fleische leben (was auch immer das heißen mag) haben zumindest die Möglichkeit Fragen und Veränderungswünsche einzubringen.
    Kann aber gut sein, dass ich gerde bei jemand anderem etwas sehe, dass ich bei mir selbst nicht bemerkt habe.
    Zum Artikel: Es passiert ja nicht nichts, wenn die Seele gewaschen wurde ist sie zumindest für diesen Zeitpunkt sauber. Nur wird sie halt mit der Zeit wieder dreckig.
    Zu Gottes Berührungen. Ich glaube das kann man mit einem Samen vergleichen der aufgehen kann oder eben nicht.
    (Ergänze später vllt noch was)

  5. Mannsven sagt:

    Also erstma zum ersten Kommentar:
    Wahrscheinlich habe ich die falschen wörter benutzt, es geht hier nicht um sündhaftes leben sondern um gottfernheit, sünde ist außen vor: nicht das Unterlassen von Sünde führt zu Heiligkeit sondern Heiligkeit führt zum unterlassen der Sünden.
    zudem habe ich auch nirgens gesagt, dass ich mich nicht dazu selbst zähle, wie gesagt, ich halte mich auch nicht für was besseres!
    Wo ich dich einschätzen würde? keine ahnung du bist immerhin auf der suche nach einer Beziehung.
    Verurteilt wird hier auch keiner, es wundert mich nur, wie man einfach nach so etwas normal weiter machen kann.
    Die frage ist da, ob ich es wirklich richtig beobachte, oder doch etwas passiert ist, wovon ich doch irgendwo ausgehen muss.
    Am rande: Es war ein gedanke von mir, der auch wahrscheinlich falsch ist, kann mans dann nicht ein wenig freundlicher sagen?

  6. Da man nur über den blog nicht mitkriegt was sonst so zwischen uns abläuft und man Aussagen die erstmal öffentlich gemacht hat, leider nicht wieder wegmachen kann, möchte ich mich der Vollständigkeit deines blogs zu liebe, auch nochmal hier für all das entschuldigen was ich gesagt habe.

  7. Mannsven sagt:

    Dann muss ich auch nochmal was schreiben:
    Zu Mentalrover:
    Danke wieder mal für deinen Post 🙂
    Hat geholfen, besonders der Beleg an der Bibelstelle.
    Und ne es gab vorher keine „Beyond-The-Blog“ Diskusion, von daher war ich auch etwas verwirrt.

    Für die Allgemeinheit:
    Es ist alles zwischen mir und Mindrevolution geklärt.

    An Mindrevolution:
    Meinst du jetzt was in den Köpfen ist oder die Kommentare, welche man nicht wieder löschen kann? Denn das letztere könnte man, wenn du drauf bestehst, fände ich allerding irgendwie doof 🙂

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