Toleranz

Heute will ich mal wieder was tiefer gehen:
Toleranz, ein großes Thema, ich werde versuchen mal ein bisschen darüber zu schreiben.
In meinem Alltag erlebe ich nicht soo viel Toleranz:
„Wie sieht der/die denn aus?“
„Was, du gehst nicht jede/s Wochenende/Monat feiern?“
„Noch keinen Sex gehabt?“
„Du betrinkst dich nicht auf Partys?“

Aber auch in christlichen Kreisen:
„Du hörst nur worship Musik?“
„Du liest in deiner Freizeit Blogs von Predigern?“
Was ist denn das, wenn Christen das Christsein anderer Christen belächeln?

Alles ist subjektiv und nur weil ich dieses oder jenes so sehe, kann das ein anderer wieder ganz anders sehen. Das ist ja auch gut so, nur bei der intoleranz ist meine Meinung immer die richtige und einzig wahre. Zu diesem Thema hatte Storch mal die Reihe metatheologie gemacht. Dazu werd ich dann wahrscheinlich irgendwann auch nochmal was schreiben. Aber zurück zum Thema:

Vielleicht lehn ich mich jetzt weit aus dem Fenster, aber ich meine, dass man einen „guten“ Christen an seiner Toleranz erkennt. Klar auch nicht-Christen sind tolerant, aber zumindest in meinem Umfeld stößt diese leicht an ihre Grenzen und es wird schnell hinter dem Rücken eines anderen gelästert. Klar gibt es Aussnahmen von der Regel, aber sollten Christen nicht eine neue Regel aufstellen, die der Toleranz und Nächstenliebe?
Hier ist meiner Meinung nach noch einiges nachzuholen und wie immer fass ich mir dabei auch an die eigene Nase und bitte Gott, dass er mir da doch hilft und mein Herz und Denken verändert!

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9 Responses to Toleranz

  1. David sagt:

    Hallo,
    Habe durch Zufall Ihren Blog gefunden und schenke Ihnen ein Kommentar:
    1. Toleranz kommt nicht von „toll“ sondern von lat. „tolerare“, wird also mit einem „l“ geschrieben.
    2. Religion entstand vor Tausenden von Jahren, als die Menschen sich fast alles zwischen Himmel und Erde noch nicht erklären konnten, sich durch mächtige Götter sicherer fühlen wollten und eine Art Lebensregeln im Umgang mit Anderen schaffen mussten (heute: Gesetze). Sie bietet – keine Frage – den Unsicheren Halt im Leben und den Einsamen einen imaginären starken Partner an der Seite.
    Doch Zeiten ändern sich, wir können vieles bereits wissenschaftlich erklären und unsere eigenen Ziele verfolgen – sind also nicht mehr unbedingt an Familie und Dorf gebunden. Meinem logischen und kritischen Denken kommt der Gedanke ans Klammern einer übermenschlichen (unbewiesenen) Kreatur antiquiert vor.
    Vor allem die Teilung in unzählige Religionsgruppen – heißt das, alle anderen außer die eigene Religion sind die falschen? Gibt es einen oder mehrere Götter (Römer, Inder)? Ist die bewiesene Evolution Quatsch und die Erde nur 4000 Jahre alt (was ist dann z.B. mit der Stadt Babylon, die ~5000 Jahre alt ist?)…

    Ein langer Kommentar, aber ich konnte ihn mir nicht verkneifen. Trotzdem einen schönen Tag noch und seien Sie kritisch!

  2. Kannst du mal Tolleranz definieren?

    Die Vorsrsellung von Tolleranz, die mir am meisten begegnet ist jemanden so zu lassen wie er ist, weil er/sie nun mal so ist. Differenzen werden heruntergespielt um möglichst in keinerlei Konflikt mit der anderen Person zu kommen.
    Die Diztanz zum andersartigen wird dann eher in Form von lästern betont.

    Wenn das deine auch deine definition von Tolleranz it, ist das aber alles andere als christlich.

  3. @David:
    Hallo erstmal. Auch wenn das hier nicht mein blog ist erlaube ich mir mal eine Antwort auch Ihren Kommentar.
    Ich werde Sie jetz Siezen, auch wenn ich das merkwürdig finde, weil im Internet duzen eigentlich die Norm ist:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Duzen#Situations-_und_gruppenbezogenes_Duzen

    David schreib: „Doch Zeiten ändern sich, wir können vieles bereits wissenschaftlich erklären und unsere eigenen Ziele verfolgen – sind also nicht mehr unbedingt an Familie und Dorf gebunden.“
    Mir ist der Zusamenhang zwischen dem besseren Verständnis der Welt und der neuen Möglichkeit eigene Ziele zu verfolgen nicht ganz klar. Kannst du das näher erläutern?

    David schreib danach: „Meinem logischen und kritischen Denken kommt der Gedanke ans Klammern einer übermenschlichen (unbewiesenen) Kreatur antiquiert vor.“
    Ich gehe mal davon aus, dass Sie nicht an einen Gott glauben. Wie sind Sie denn mit Ihrer Logik zu dem Schluss gelangt, dass es keinen Gott geben soll?
    Jetzt mal abgesehen davon, dass wenn es wirklich einen Gott geben sollte, dieser sicher nicht „veraltet“ wäre. Was wäre denn dann Ihrer Meinung nach die moderne Version dessen was einem Halt im Leben gibt?
    Und nochmal zu dem „unbewiesen“. Die meisten Menschen werden ja einen Grund dafür haben, an einen Gott zu glauben. Meiner Erfahrung nach ist das (zumindest im Christentum) im Regelfall so, weil die entsprechende Person Erfahrungen mit Gott gemacht haben, die oft seine nicht-Existenz ausschließen, aber nun mal (meistens) einmalige Erfahrungen und keine Beiweise zum festhalten und rumzeigen.
    Der Gläubigen hat also seinen Beweis bekommen, nachdem er es gewagt hat Gott anzusprechen und ihm eine Change zu geben. Darauf muss man sich allerdings einlassen.

    Das waren jetzt viele Fragen, die ich aber loswerden musste. Auch Ihenen einen schönen Tag noch.

  4. P.S. Sry für die rEchtschreibfehler, hab zu schnell auf „Senden“ geklickt. Überlesen Sie die einfach.

  5. mannsven sagt:

    @David
    Herzlich willkommen auf diesem Blog
    zu 1.: vielen dank für die verbesserung, sogar mit erklärung

    zu 2.: Um beim Thema des Artikels zu bleiben: Auch wenn die Religionen für manche unsinnig erscheinen, ist Toleranz doch immernoch erstrebenswert.
    Ob nun durch Jesus, wie ich meine aber vielleicht auch falsch ist (siehe Mindrevolution), oder aber durch Kant.
    Wenn wir nicht beim Thema des Posts bleiben siehe auch Mindrevolution.

    @Mindrevolution
    Ich definiere Toleranz in etwa so:
    Den anderen mit liebe begegnen ohne ihn negativ(?) zu bewerten und vorallem nicht zu richten.
    Ist das falsch? Oder habe ich dafür einfach den falschen Begriff verwendet?

  6. Ich trenne da zwischen Toleranz und Aktzeptanz, ersprare dir jetzt aber meine Spitzfindigkeiten.

    Ich glaube am meisten bei dieser Thematik stört mich, dass oft nicht zwischen dem Menschen und dem was es sagt,tut oder macht unterschieden wird.

    Ich fühle mich durchaus im Recht eine Handlung (z.B. Drogenkonsum) oder eine Meinung (z.B. den Hinduismus) als nicht richtig zu bewerten. Das heißt allerdings nicht, dass ich dem Abhängigem bzw. dem Gläubigen jetzt nicht mehr in Liebe begegnen kann.
    Weil ich ihn toleriere kann ich ihn lieben ohne, dass die Person dafür etwas ändern muss. Auch wenn ich mich darüber durchausfreuen würde.

  7. mannsven sagt:

    Das sage ich doch (wollte ich zumindest im Groben). Natürlich will ich nicht, dass man alle Meinungen/Handlungen gut und richtig finden soll.
    Bei dem Beispiel oben ging es mir ja auch ums Lästern, hät ich vielleicht nochmal deutlich machen müssen.

    Da du das Fass aufgemacht hast will ich noch kurz drauf eingehen:
    Akzeptanz ist für mich das übernehmen oder übereinstimmen der Werte/handlungen/Meinungen(?)

  8. mannsven sagt:

    Noch einmal ein kurzer Gedanke dazu:

    Wenn es auch darum geht dem anderen seine Meinung in Frage zu stellen, sollte es doch nicht das Ziel sein den anderen bloßzustellen, oder ihn zu richten.
    Keiner hat hier die Weisheit mit Löffeln gefressen.
    Man sollte auch mal seine eigene Meinung hinterfragen und überdenken ob sie wirklich das „Wahre“ ist.

    Ich hoffe in diesen Punkt sind wir uns mal einig 😉

  9. Ich glaube wir haben nur ein wenig aneinander vorbeigeredet.

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